Wie läuft das wohl in einer Großküche ab? Diese und weitere Fragen stellte sich die 3a beim Zubereiten von Kaiserschmarrn im Kochunterricht: Welche Mengen braucht man dort? Wie lange dauert die Zubereitung? Welche Geräte benutzt man? Dank Frau Hauser und den Schulköchinnen Regina, Roswitha und Melanie war es möglich, einen Blick hinter die Kulissen der Großküche zu werfen – und nicht nur zuzuschauen, sondern gleich selbst für rund 200 Personen mitzukochen.
Die Mittelschule, die Volksschule, der Kindergarten und die Krabbelstube wurden von den Schülerinnen und Schülern der 3a an zwei Tagen mit Hascheeknödeln mit Gulaschsaft sowie mit panierten Knackwürsten mit Kartoffelpüree und Gemüse verwöhnt. Das Menü wurde durch Suppen und einen Obstsalat als Nachspeise abgerundet.
Beim Betreten der Großküche stellte die Klasse schnell fest: Hier wird in einer anderen Liga gespielt. Abwaschdüsen, für die man eigentlich einen Waffenschein bräuchte, schöpferverschlingende Topfmonster und andere XXL-Geräte sorgten zunächst einmal für offene Münder. Doch auch die Ausgabe des Essens war kein Zuckerschlecken; der Umgang mit den jüngeren Gästen stellte eine kommunikative wie zwischenmenschliche Herausforderung dar. Dazwischen stand man sich entweder gegenseitig im Weg oder machte Bekanntschaft mit scharfen Klingen und heißen Blechen.
Am Ende waren sich alle einig: Ohne Teamwork funktioniert in einer Großküche gar nichts. Die gemeinsame Verantwortung, ein ordentliches Menü für die Gäste auf die Beine zu stellen, sorgte für den nötigen Zusammenhalt der Klasse. Positiv hervorgehoben wurde auch das eigenständige Arbeiten als Abwechslung vom normalen Schulalltag.
Darüber hinaus nahm die Klasse auch wichtige Eindrücke mit, was den beruflichen Alltag von Köchinnen und Köchen betrifft; die Wertschätzung dieser Arbeit und das Verständnis für organisatorische Herausforderungen in der Küche sind bei allen gewachsen.
Ein weiteres großes Thema war Lebensmittelverschwendung. Viele Schülerinnen und Schüler waren überrascht, wie viel Essen am Ende des Tages übrig bleibt. Nachdem sie selbst an der Zubereitung und Entsorgung beteiligt waren, gehen sie in Zukunft auch mit einem anderen Bewusstsein in die Ausspeisung.
Stimmen aus der Klasse:
“Man sammelt neue Eindrücke und erfährt, wie der Arbeitsalltag als Schulkoch oder Schulköchin aussehen kann.”
“Man muss als Team funktionieren.”
“Es war eine sehr coole Erfahrung. Der Umgang mit kleineren Kindern macht glücklich und man muss auch gut zusammenhalten, damit alles funktioniert.”
“Schnittlauchschneiden kann zu Schnitten führen!”